• Hinter Menzingen weitet sich der Blick auf die einzigartige Drumlinlandschaft.

    Hinter Menzingen weitet sich der Blick auf die einzigartige Drumlinlandschaft.. Bild: Severin Nowacki

  • Am Dorfausgang von Menzingen zieht ein hübsches Bauernhaus den Blick auf sich.

    Am Dorfausgang von Menzingen zieht ein hübsches Bauernhaus den Blick auf sich.. Bild: Severin Nowacki

  • Die zarten Weiss- und Rosatöne der unzähligen Hochstammobstbäume um Menzingen malen das perfekte Frühlingsbild.

    Die zarten Weiss- und Rosatöne der unzähligen Hochstammobstbäume um Menzingen malen das perfekte Frühlingsbild.. Bild: Severin Nowacki

  • Am Übergang von der Moränenlandschaft Menzingen zum Sihlsprung ändert die Landschaft ihren Charakter.

    Am Übergang von der Moränenlandschaft Menzingen zum Sihlsprung ändert die Landschaft ihren Charakter.. Bild: Severin Nowacki

  • Wilde Flusslandschaft der Sihl unweit des Sihlsprungs.

    Wilde Flusslandschaft der Sihl unweit des Sihlsprungs.. Bild: Severin Nowacki

  • Drei Tunnels führen Wandernde sicher durch die Nagelfluhfelsen am Sihlsprung.

    Drei Tunnels führen Wandernde sicher durch die Nagelfluhfelsen am Sihlsprung.. Bild: Severin Nowacki

  • Zwischen Sihlsprung und Sihlbrugg präsentiert sich das Tal der Sihl ausgesprochen malerisch und naturnah.

    Zwischen Sihlsprung und Sihlbrugg präsentiert sich das Tal der Sihl ausgesprochen malerisch und naturnah.. Bild: Severin Nowacki

  • Auch Fischer geniessen das Naturerlebnis an der Sihl, wie hier bei Sihlmatt.

    Auch Fischer geniessen das Naturerlebnis an der Sihl, wie hier bei Sihlmatt.. Bild: Severin Nowacki

  • Die Schifflibrücke vor Sihlbrugg führt vom zürcherischen Sihlufer zurück in den Kanton Zug.

    Die Schifflibrücke vor Sihlbrugg führt vom zürcherischen Sihlufer zurück in den Kanton Zug.. Bild: Severin Nowacki

    Menzingen, Dorf — Sihlbrugg, Dorf • ZG

    Frühlingswanderung durch Moränenlandschaft

    Einen Pakt mit dem Teufel hätten sie geschlossen, die Bauern aus Menzingen. Sie wollten mehr Land, und der Teufel habe über Nacht die vielen Rundhöcker geformt, die nun die Landschaft zwischen Menzingen und Sihlsprung prägen. Doch die Bauern merkten rasch, dass sie betrogen worden waren. Die steilen Hänge waren schwierig zu bewirtschaften. Also ärgerten sie den Teufel und setzten auf jede Kuppe eine Linde. So zumindest erzählt es die Sage. In Wirklichkeit haben die sich zurückziehenden Gletscher von Reuss und Linth die einzigartige Moränenlandschaft von nationaler Bedeutung geformt. Und die mittlerweile mehrere Hundert Jahre alten Linden wurden gepflanzt, wenn auf einem Hof ein Stammhalter geboren wurde. Von Menzingen schlängelt sich der Wanderweg malerisch zwischen den Moränenhöckern durch – und auch mal darüber, weshalb man zwischendurch ordentlich ins Keuchen kommt. Wunderschöne Hochstammobstbäume und stattliche, gepflegte Höfe prägen das Bild; das Panorama reicht vom Säntis über die Churfirsten bis zur Rigi. Holzhäusern, Winzwilen und Schwand heissen die Wegpunkte unterwegs, danach gehts ordentlich bergab, am Fischrestaurant Sihlmatt vorbei zum Sihlsprung. Die Sihl rauscht hier wild und laut durch die enge Schlucht. Ein kurzer Tunnel schützt den Wanderweg vor Steinschlag. Von der schmalen Brücke, die auf die andere Flussseite führt, hat man einen tollen Blick auf das schäumende Wasser. Lauschig schlängelt sich nun der Weg fast bis zum Schluss der Tour dem Fluss entlang. Immer wieder laden kleine Buchten zum Bad und zur Rast. Kurz vor Sihlbrugg ändert die Welt; viel befahrene Strassen, Industriebauten, Autogaragen und Tankstellenshops übernehmen. Dazwischen hat es noch Platz für die Haltestelle des Busses, der einen nach Baar an den Bahnhof bringt.

    Information

    Diverse Restaurants in Menzingen und Sihlbrugg

    Restaurant Sihlmatt, 041 755 12 44, sihlmatt.ch

    Bäsebeiz a dä Sihl, 044 729 91 34, baesebeizadesihl.ch

    Wanderung Nr. 2321

    Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Daniel Fleuti

    GPS-Routendaten herunterladen

    Menzingen, Dorf
    0:00
    0:00
    Holzhäusern
    0:10
    0:10
    Winzwilen
    0:25
    0:15
    Schwand
    0:50
    0:25
    Sihlmatt
    1:10
    0:20
    restaurant
    Sihlsprung
    1:20
    0:10
    Sihlmatt
    2:00
    0:40
    restaurant
    Schiffli
    2:25
    0:25
    Sihlbrugg, Dorf
    2:50
    0:25
    Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

    Wandervorschläge

    Vom Ägerisee hinauf zu den Hochmooren Nr. 2245
    Unterägeri, Zentrum • ZG

    Vom Ägerisee hinauf zu den Hochmooren

    Die Wanderung beginnt im Dorf Unterägeri, am westlichen Ende des Ägerisees. Einst gab es hier bis zu zwölf Kinderkurheime mit rund 600 Feriengästen, die für einige Wochen oder gar Monate zur Kur kamen. Besonders der Südhang bot ideale Bedingungen für sogenannte Frischluft-Liegekuren für Tuberkulosekranke und Kinder mit Anämie, Lungen-, Brustfell- und Herzerkrankungen. Diese Rundtour führt dem Nordhang entgegen. Zunächst verläuft der Wanderweg über ein etwas längeres Stück Hartbelag aus dem Dorf hinaus bis Bergmatt. Kurz vor dem Bergwald findet sich eine erste hübsche Feuerstelle mit Blick auf den See. Unmittelbar dem Ufer entlang geht es nun auf einem gut gepflegten Waldweg bis nach Naas. Wenn man möchte, kann man die Wanderung auch erst hier starten, indem man von Unterägeri das Kursschiff bis Naas nimmt (wird nur saisonal angefahren). Nun beginnt der Anstieg: Am Campingplatz vorbei führt der Weg ein kurzes Stück dem Nasbach entlang. Bei der ersten Abzweigung wird der gelb markierte Wanderweg zugunsten des rot-weiss markierten Bergwanderwegs verlassen. Auf der Rapperenflue bietet sich ein erster phänomenaler Ausblick über den blauen Teppich des Ägerisees. Kurz darauf erreicht man das Flachmoor Sod und eine weitere Feuerstelle. Beim nächsten Wegweiser wandert man Richtung Brandhöchi weiter. Kaum ist man beim Punkt Rossallmig angekommen, wartet schon das nächste Flachmoor – eine vielfältige Landschaft mit Gehölzgruppen, Sumpfdotterblumenwiesen und Waldrändern. Die Alp wird traditionell im Sommer beweidet, wovon die stark gefährdete Gefleckte Keulenschrecke profitiert, die nur an sehr wenigen Orten im Ägerital vorkommt. Die Alpwirtschaft Brandalp lädt zur Rast ein und erfreut mit köstlichem Lebkuchen. Der höchste Punkt der Wanderung, die Brandhöchi auf 1127 Meter über Meer, ist erreicht. Ein relativ steiler Abstieg folgt. Kurz nachdem der Wald verlassen ist, bietet sich eine grossartige Aussicht auf die Berge des Zuger Oberlands sowie den Ägerisee. An ruhigen Höfen und blumigen Wiesen vorbei geht es hinunter ins Ägerital. Das letzte Wegstück führt nochmals über Hartbelag. Entlang des Alpenpanoramawegs Nummer 3 gelangt man wieder ins Dorf.
    Zum tauchenden Singvogel an die Sihl Nr. 2236
    Sihlbrugg, Dorf — Langnau-Gattikon • ZH

    Zum tauchenden Singvogel an die Sihl

    Sie kann tauchen, bevor sie fliegen lernt, holt sich ihre Nahrung – Insektenlarven, kleine Krebse und auch mal einen Fisch – aus dem Fluss, brütet an dunklen Orten über dem fliessenden Wasser und huscht bei Flucht unter die Wasseroberfläche. Die Wasseramsel ist ganz und gar mit dem Wasser verbunden und ist der einzige Singvogel in der Schweiz, der fliegen und tauchen kann. Die Wanderung der Sihl entlang, von Sihlbrugg zum Bahnhof Langnau-Gattikon, ist bestens geeignet, um die Wasseramsel zu beobachten. Der schön angelegte Weg verläuft oft nahe oder direkt am Ufer. Wenig idyllisch ist einzig der Ausgangspunkt der Tour in Sihlbrugg Dorf. Strassen, Industriebauten und Autolärm dominieren. Zwanzig Wanderminuten muss man durchhalten, dann übernehmen der Wald, die vielen blumenübersäten Magerwiesen und die Sihl mit ihrer wildromantischen Flusslandschaft. Gewiss – die Strasse durchs Sihltal und die Hochspannungsleitung sind da. Stören tun beide aber nicht: zu laut rauscht der Fluss, zu viel gibt es zu entdecken. Die vielen Seitenbäche etwa, die munter plätschernd der Sihl entgegeneilen. Oder der Bärlauch, der im lichten Wald üppig wächst und mit weissen Blüten die Hänge überzieht. Nach drei Viertel der Tour trifft man auf einen kleinen Campingplatz, der gerne auch Wanderer zu einem Zvieri empfängt. Viel über die Natur um die Sihl zu erfahren gibt es im wenig später auftauchenden Besucherzentrum des Wildnisparks Zürich, einem Naturerlebnispark von nationaler Bedeutung. Die riesigen Laubwälder im Sihlwald werden seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet, was eine einmalige Waldlandschaft geschaffen hat. Natürlich fehlen auch Infotafeln zur Wasseramsel und Beobachtungspunkte nicht. Wer den flinken Vogel bis hier noch nicht erspäht hat: jetzt ist dazu die letzte Gelegenheit. Bis zum Bahnhof Langnau-Gattikon grüsst der Fluss aus der Ferne, dafür erfreuen im Frühjahr blühende Weissdornsträucher das Wanderherz.
    Restaurant Blasenberg Nr. 0494
    Unterägeri — Zug • ZG

    Restaurant Blasenberg

    Hoch über dem Zugersee thront die Bauernwirtschaft zum Blasenberg. Die Aussicht auf den See und die Vorderalpen ist einzigartig. Eines Königs würdig ist auch die Spezialität, die hier auf den Tisch kommt: goldbraun gebratenes Junghähnchen, genannt Kapaun. Liebevoll werden die (kastrierten) Güggel von den Limachers auf dem Hof aufgezogen. In stundenlanger Arbeit bereitet sie Madlen im Ofen zu und serviert sie an weiss gedeckten Tischen in der Bauernstube. Eine exklusive Delikatesse, die nur auf Vorbestellung erhältlich ist (unbedingt zwei Tage vorher bestellen). Die Wanderung beginnt in Unterägeri. An Bauernhöfen vorbei führt der Weg nach Zittenbuech, wo eine prächtige Sicht auf den Ägerisee den Aufstieg belohnt. Durch den Wald führt der Weg bergan über den Nollen zum Buschenchappeli, wo sich der Blick auf Rigi und Pilatus öffnet und ein Zipfel des Vierwaldstättersees zu erhaschen ist. Eingerahmt von Birken steht eine kleine Kapelle, die dem Heiligen Wendelin gewidmet ist. Vorbei am Früebüel, dem landwirtschaftlichen Forschungszentrum der ETH, geht es zum Eigenrieter Hochmoor. Danach beginnt der Zugerberg. Wald und Kuhweiden wechseln sich ab, bis der Vordergeissboden, die Bergstation der Zugerbergbahn, auftaucht. Mit Ausblicken auf den Zugersee wandert es sich locker abwärts zum kulinarischen Finale, dem zarten Kapaun! Zum Dessert empfiehlt sich ein Stück des luftigen Lebkuchens und ein hausgemachter Eierlikör ? im Anschluss lässt der von Kirschbäumen gesäumte einstündige Abstieg nach Zug Zeit zum Verdauen. Ein Geheimtipp ist das Lädeli des Klosters Maria Opferung (kurz vor der Zuger Stadtgrenze), das Süssmost, Eierkirsch, Dörrfrüchte und Schafswürste aus eigener Produktion verkauft.
    Frühlingsaussicht Nr. 0479
    Unterägeri — Zug • ZG

    Frühlingsaussicht

    In einer knappen halben Stunde gelangen Wandernde mit dem Bus vom Bahnhof Zug nach Unterägeri. Das Dorf, das im 19. Jahrhundert noch Kurort war, besitzt aus KGS-Sicht «nur» Kulturgüter von regionaler Bedeutung - ein Besuch der an der Alten Landstrasse gelegenen Kirche Heilige Familie ist aber durchaus zu empfehlen. Danach führt die Route nicht dem Ägerisee entlang Richtung Morgarten, wo 1315 die Habsburger geschlagen wurden, sondern in südwestlicher Richtung über Boden und Brunegg hinüber zum Kantonshauptort Zug. Die Strecke ist Teil der nationalen Wanderland-Route Nummer 3 (Alpenpanoramaweg) und führt durch Wald und über Wiesen, vorbei an Moorgebieten wie etwa dem Zigermoos und bietet landschaftlich abwechslungsreiche und attraktive Einblicke in einen durchaus ländlichen Teil des sonst wirtschaftlich geprägten Kantons Zug. Wer vor allem auf eine schöne Aussicht erpicht ist, kann von (Under oder Ober) Brunegg Richtung Zugerberg abzweigen und von dort mit der Bahn in wenigen Minuten Richtung Schönegg und Zug hinunter fahren. Die Wanderwegroute folgt der landschaftlich schöneren Variante, die erneut durch Moorgebiet, über Wiesen- und Weideland sowie an zahlreichen im Frühling wunderschön blühenden Kirschbäumen vorbeiführt. Der Weg verläuft via Urihof und Bilgerihof, einem stattlichen alten Haus, Richtung Zug. Von hier aus geniesst man bereits eine schöne Aussicht auf die Altstadt und auf den See. Von Steren führt eine Kiesstrasse relativ steil zur Kapelle Sankt Verena hinunter, die im Innern eine Vielzahl von Votivtafeln beherbergt. Einem Stationenweg mit Bildstöcken folgend, erreicht man über Rägeten in wenigen Minuten die Altstadt von Zug, wo abschliessend einige Kulturgüter von nationaler Bedeutung zu finden sind.

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